— 270—
ſeinen Widerſachern kraͤftigen Beiſtand guiſ hatte. Der Mark graf ſprach mit dem Kaiſer in vollem Unwillen uͤber die Schmach, der er ſich hatte fuͤgen muͤſſen, und aͤußerte unverho⸗ len, daß ihm nichts erwuͤnſchter ſein wuͤrde, als an den ſtolzen Pfahlbuͤrgern eine empfindliche Rache zu nehmen. Der Kaiſer erklaͤrte ſich be⸗ reitwillig, ſeinem Bundesgenoſſen und treuen An⸗ hänger darin behuͤlflich zu ſein; unter den bei⸗ derſeitigen Hoͤflingen befanden ſich geſchaͤftige Rathgeber und ſo ward denn auf der Stelle be⸗ ſchloſſen die Stadt zu uͤberrumpeln, ſich der Raͤdelsfuͤhrer zu bemaͤchtigen und ſie dann zur Strafe zu ziehen. Der Vorſchlag ward ſowohl von dem Markgrafen als auch von dem Kaiſer genehmigt, doch ſahen beide ein, daß man da⸗ bei mit der großten Vorſicht und Behutſamkeit zu Werke gehen muͤßte, denn man hatte uͤber keine Kriegsvoͤlker zu gebieten, und Leipzig konnte viele wehrhafte Maͤnner ſtellen. Aber waͤren
auch ganze Heere in der Naͤhe geweſen ſo wuͤrde man


