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Buͤrger verſammelt und ein prachtvolles, uͤppiges Banket bereitet. Kaiſer und Markgraf unter⸗ hielten ſich freundlich und huldvoll mit mehre⸗ ren der Anweſenden und nahmen dann an der Tafel die Ehrenſitze ein. Nach dem zweiten
oder dritten Gange erhob ſich der Kaiſer raſch
von ſeinem Sitze, den Seſſel zuruͤckſchiebend.
Voll Schreck, den kaiſerlichen Herrn moͤchte
ein Uebelbefinden beſallen haben, erhoben ſich auch die zunaͤchſt ſitzenden Rathsherren, da wur⸗ den ſie plotzlich von den Begleitern des Kaiſers und des Markgrafen, welche unter ihren Feſt⸗
kleidern leichte Ruͤſtungen trugen, mit blankem
Schwerte uͤberfallen. Voll Schrecken, doch von
Wuth erfullt, griffen die beſturzten Rathsherren
zu den Waffen, und begannen eine tapfere Ge⸗ genwehr. Bald jedoch ward ihre Lage bedenk⸗
lich. Einige, welche dem Eingange zunaͤchſt ge⸗
weſen waren, hatten ſich durchgeſchlagen um
die Rathhausthore zu erreichen, in die Stadt
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