Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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mit ihren Lehnsleuten, ohne weiter den Befehl dazu abzuwarten, nach Haus und das ganze Be⸗ lagerungsheer befand ſich in einem ſoichen Zuſtan⸗

de der Aufloͤſung, daß es den Leipzigern ein

Leichtes geweſen ſein wuͤrde, einen entſcheiden⸗

den Sieg zu erringen, haͤtten ſie jetzt einen

Ausfall gemacht. Aber auch ſie wollten Blut⸗ vergießen vermeiden, das ſie unter den jetzt

eingetretenen Umſtaͤnden fuͤr nutzlos hielten;

denn ſie hatten, trotz der Feindſeligkeit, nicht verlernt, die Belagerer als ihre Bruͤder und Mitbuͤrger zu betrachten und die geiſtlichen Soͤld⸗ ner, welche in der Stadt lagen, waren nicht von ſo uͤbermaͤßig kriegeriſchem Feuer beſeelt, daß ſie fuͤr ſich ſelbſt den Kampf aufzuſuchen geneigt

geweſen waͤren.

Von alle dem ahnete der Markgraf nichts;

als er am folgenden Tage zuruͤckkehrte, um die Belagerung mit erneuertem Eifer fortzuſetzen,

ward er daher eben ſo gewaltig als unangenehm