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uͤberraſcht, die Lage der Dinge ſo ſehr und ſo ganz zu ſeinem Nachtheile veraͤndert zu ſehen.— Die, welche zu den Leipzigern uͤbergetreten wa⸗ ren, beharrten ſelbſt da, als ſie die Kunde er⸗ hielten, daß der Markgraf nicht nur am Leben, ſondern auch ſogar bei voͤlligem Wohlbefinden ſei, auf der Seite, auf die ſie ſich gewendet hatten, weil ſie die Strafe fuͤr ihre Abtruͤnnig⸗ keit fuͤrchteten, und die Andern konnten nicht ſo ſchnell, als es noͤthig geweſen waͤre, zu der Belagerung zuruͤckgerufen werden, ſelbſt wenn Alle den guten Willen gehabt haͤtten, ſich wie⸗ der einzuſtellen. Dazu kam noch, daß das Ge⸗ ruͤcht von dem Tode des Markgrafen durch die Kriegsleute, welche ſich von der Belagerung Leipzigs entfernt hatten, auch im Lande verbrei⸗ tet worden war, und uͤberall die Unzufrieden⸗ heit, welche lange im Stillen geglommen, zum volligen Ausbruche gebracht hatte. So ſah ſich denn der Markgraf gezwungen, theils um ſich noch verderblicheren Folgen zu entziehen, theils


