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er demſelben berichtete, was ſich auf Schloß Eiſenberg zugetragen; und er konnte dieß, denn er hatte die Herberge nicht eher verlaſſen, als bis ſich das Geruͤcht verbreitet hatte, man habe den Markgrafen vergiften wollen, er ſei jedoch zeitig genug gewarnt und gerettet worden.
Der aͤltere Diethold hatte nicht daran ge⸗ zweifelt, daß Hugold ſeine Abſicht erreichen wuͤrde. In dieſer Vorausſetzung hatte er am Morgen nach des verkleideten Arztes Abreiſe die Nochricht von dem Tode des Markgrafen uͤberall verbreitet. Er fand Glauben und wie ein Lauffeuer flog das Geruͤcht durch die Stadt und ſelbſt durch das Lager. Die Wirkungen, 2 die es hervorbrachte, waren ſehr verſchieden, doch herrſchte Freude vor. Viele Markgraͤfliche, welche es bisher heimlich mit den Leipzigern gehalten, erklaͤrten ſich jetzt laut fuͤr dieſelben; Andere, welche ohne gerade eine beſtimmte Par⸗
thei zu ergreifen, den Buͤrgerkrieg haßten, zogen
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