aufgeſchloſſen hatte, die Wahrheit zu verbergen. Sie geſtand ihres Vaters Schuld, zugleich um Gnade fuͤr denſelben flehend.
Jutta verſprach der Bittenden gern und willig ein Fuͤrwort bei ihrem Gemahle einzule⸗ gen, auch demſelben den Edelmuth des juͤngern Diethold und Rudolphs von Lindenau zu ruͤh⸗ men, welche es verſchmaͤht hatten, den Feind, den ſie mit dem Schwerdte in der Fauſt bekaͤmpf⸗ ten, meuchlings aus der Welt ſchaffen zu laſ⸗ ſen. Jutta verlangte nun nach Rudolph, von deſſen Liebe zu Eliſabeth ſie durch dieſe ſelbſt in Kenntniß geſetzt war, zu ſprechen. Die freundliche Abſicht dieſes Verlangens war, den Liebenden ein Stuͤndchen ungeſtoͤrten Beiſam⸗ menſeins zu verſchaffen, aber Eliſabeth ſagte, daß Rudolph ſogleich, nachdem er ſie geſprochen, wieder nach Leipzig zuruͤkgekehrt ſei.
So war es auch in der That. Als er ſich der Stadt naͤherte, vernahm er voll Verwun⸗


