Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Sollte ſie aber die Anklage widerlegen und ih⸗ ren eignen Vater einer ſo graͤßlichen Schuld zeihen? Unmoͤglich! Sie ſchlich daher, in der erſten Aufregung, in der ſich noch Alles befand, von Niemandem bemerkt nach ihrem Zimmer zuruͤck, warf ſich hier nieder auf die Knie und bat Gott in bruͤnſtigem Gebet und unter hei⸗

ßen Thraͤnen, daß er ihrem Vater das Ver⸗ brechen, das er habe begehen laſſen wollen, das aber durch des Allmaͤchtigen gnädige Fuͤrſorge verhuͤtet worden war, nicht zu ſchwer anrechnen moͤchte.

Geſtaͤrkt durch dieß Sebet und ermuthigt in die Zukunft ſchauend, erhob ſie ſich und ging, ihren Dienſt zu verſehen, zur Markgraͤſin. Dieſe war bereits von allem Vorgefallenen un⸗ terrichtet, und als ſie mit ſanften Worten in Eliſabeth drang, ihr offen zu geſtehen, wie ſie das Fuͤrchterliche erfahren, da vermochte die Jungfrau nicht laͤnger, der fuͤrſtlichen Gebiete⸗ rin, der ſich ihr ganzes Herz im Vertrauen

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