Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3 6 3 3 3

6 5 1 3 3 3 1

½

1

Während der Nacht hatte der Sturm vol⸗ lig ausgetobt und der Morgen laͤchelte ſo heiter auf die Erde herab, als hätten die vergange⸗ nen Stunden kein Weh in ihrem Schooße ge⸗ tragen. Beim erſten Grauen des Tages ſprang Ruiz von ſeinem Lager auf und ruderte, in Be⸗ gleitung ſeines Wirthes, des alten Schiffers Pie⸗ tro, ſeinem Ziele entgegen.

Hernandez dagegen mußte die paſſende Stun⸗ de zu ſeinem Beſuche auf dem Schloſſe abwar⸗ ten; aber er vermochte nicht in der dumpfen Fiſcherhutte zu weilen und ſchweifte daher im Freien umher, alle die Plaͤtzchen aufſuchend, welche die Erinnerung an ſeine gluͤckliche Kind⸗ heit und Jugend ihm heiligte. An der Kuͤſte des Meeres, auf einer bemooſten Bank unter einer breitaſtigen, immergruͤnen Eiche, wo er oft mit Gomez und Elviren geſeſſen hatte, ru⸗ hete er auch jetzt aus. Er verſank hier in truͤ⸗

bes Sinnen uͤber ſein zerſtörtes Lebensgluͤck, da ward