Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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ward er plotzlich durch einen Bettler aufgeſchreckt, der ihn um eine milde Gabe anſprach. Er nahm eine kleine Muͤnze aus dem Seckel und wollte ſie dem Ungluͤcklichen reichen, als er aber die Hand ausſtreckte, das Geldſtuͤck in den darge⸗ haltenen Hut fallen zu laſſen, ſah er dem Bett⸗ ler, einem alten, ſchwachen Greiſe in das Ge⸗ ſicht und es ſchien ihm, als haͤtte er dieſe Zuge fruͤher ſchon und oft geſehen.Iſt es moglich rief er verwundert aus.Alter, biſt Du wirk⸗ lich Fadrique, des alten Grafen von Rungani Schildknappe und Waffentrager?

Ich war es einſt! entgegnete der Greis und nickte traurig mit dem Kopfe.Jetzt bin ich ein alter huͤlfloſer Bettler, und wenn mir die Barmherzigkeit der Menſchen nicht dann und wann eine Brodrinde zuwuͤrfe, ſo muͤßte ich verhungern, denn auf der weiten Gottes⸗ welt nenne ich nichts mein Eigenthum!

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