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konnten, da ward es mit Strenge und ſogar mit Grauſamkeit erpreßt. Vergebens beklagte ſich die Graͤfin, vergebens baten wir Alle um Milde und Schonung. Ich kann nichts fuͤr Euch thun! wendet Euch an den Burgvogt! war die ſtete Antwort des Grafen und der Burgvogt ward durch jede Klage nur zu dop⸗ pelter Härte gereizt.— Daß der Graf alle Selbſtſtändigkeit verloren hatte und ſich gaͤnz⸗ lich in der Gewalt dieſes Ungeheuers Walther befand, war augenſcheinlich, doch noch bis auf dieſe Stunde kann Niemand begreifen, wie es dahin mit ihm hat kommen koͤnnen. Die allge⸗ meine Meinung iſt, wie bereits geſagt, daß nur ein boͤſer Zauber zum Grunde liegt, und daß dieſer in den Worten enthalten iſt, die Wal⸗ ther dem Grafen bei jeder Gelegenheit, wo die⸗ ſer ſich zur Milde zu neigen ſcheint, in das Ohr füͤſtert. Oft trachtete die Graͤfin allein mit ihrem Gemahle zu ſprechen, um Aufſchluͤſſe über ſeine raͤthſelhafte Umwandlung zu erhal⸗


