ringsum ſchweigend fand, kehrte er beruhigter zu ſeinem Sitze zuruͤck und begann:„Gern will ich Euch willfahren, frommer Mann, doch muß ich etwas! weit ausholen, wenn Ihr mich ganz ver⸗ ſtehen ſollt. Hernandez de Ramiro und unſer Graf ſind die Soͤhne der vertrauteſten Freunde und wurden nach dem Tode von des Erſtern Vater, der ſeinem Sohne keine Guͤter hinter⸗ ließ, gemeinſchaftlich auf dem Schloſſe des Gra⸗ fen erzogen. In inniger Freundſchaft wuchſen ſie mit und neben einander auf und waren die Wonne des alten Grafen, die Freude Jedes, der ſie ſah. Ungeſtoͤrt dauerte ihre ſeltene Freund⸗ ſchaft fort, bis beide das zwanzigſte Jahr er⸗ reicht hatten, da aber drohte ihr ein Sturm, den nur Hernandez Edelmuth zu beſchwichtigen vermochte.— Der alte Graf hatte ſeinen Sohn ſchon in fruͤher Jugend mit der Tochter eines edlen Hauſes, Elvira de Illora verlobt; in zwei Jahren ſollte die Vermählung gefeiert werden, und der Graf hielt es fuͤr zweckmäßig, daß ſich die
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