Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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die jungen Leute ſchon fruͤher kennen lernten. Er bat daher Elvirens Vater, die Tochter un ter der Obhut und Aufſicht einer alten Duenna nach Rungani zu ſchicken, und ſie bis zur Ver⸗ maͤhlung hier zu laſſen. Elvirens Vater war dieß gern zufrieden und das Maͤdchen erſchien, das lieblichſte anmuthigſte Geſchöpf der weiten Erde.

Hernandez und Somez wurden von gleich heftiger Liebe zu ihr ergriffen, aber nur des Er⸗ ſtern Neigung konnte ſie erwiedern; ihr Verlob⸗ ter blieb ihr nichts als ein theurer Freund, ein geliebter Bruder. Hernandez ſah bald, daß er Elvirens Herz gewonnen habe, aber er war zu edel ſeiner Leidenſchaft Worte zu geben. Hätte er auch die fruͤhern Rechte ſeines Freundes ver⸗ letzen wollen, wie konnte er, der arme namen⸗ loſe Juͤngling, der nur von der Gnade des aͤl⸗ tern Grafen lebte, hoffen, je die Hand einer Tochter aus dem ſtolzen Geſchlechte der Illora

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