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„Iſt denn der Graf boͤs?“ fragte Hernan⸗ dez mit muͤhſam unterdruͤcktem Staunen.„Ich erinnere mich ganz deutlich, daß Ramiro oͤfters von ihm ſprach, aber ſtets ſchilderte er ihn als den edelſten Menſchen, den liebevollſten Vater ſeiner Unterthanen.“
„Das war er; ach Gott, ja, das war er!“ ſeufzte der Fiſcher.„Aber ſeit jenem Unfalle iſt er wie umgetauſcht.“
„Seit jenem Unfalle?“ wiederholte Her⸗ nandez.„Ihr macht mich neugierig, Alter, ich bitte Euch, erzaͤhlt mir, was Euren Grafen betrifft. Ich weiß nicht wie es koͤmmt, aber ein unerklaͤrbares Gefuͤhl ſagt mir, daß ich Euch vielleicht nutzlich ſein kann.“
„Ja— ich wollte wohl,“ ſagte der Fiſcher zoͤgernd—„wenn nur nicht die Lauſcher vom Schloſſe— des Burgvogts Späher ſchleichen uͤberall umher.“ Er trat hierauf an das Fenſter, offnete es und blickte hinaus. Aber als er alles


