Teil eines Werkes 
2. Th. (1857)
Entstehung
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einen vortrefflichen und ſogar köſtlichen Tiſch führend, mit dem beſten Wein im Keller und niemals damit kargend, frei⸗ müthig in ſeinem Weſen, höflich und außerordentlich gutmü⸗ thig, aber ſtets ſeine Würde und Selbſtachtung bewahrend, war der alte Squire das echte Muſterbild eines engliſchen Landedelmannes.

Bei ſeinen Lebzeiten war das Schloß ſtets voll von Geſellſchaften, aber von Unordnung oder Exceſſen wußte man darin nichts.

Wie ganz anders war es jetzt! Die Gäſte folgten dem Beiſpiele des Wirthes und ließen allen ihren Gelüſten den Zügel ſchießen und die Diener folgten natürlich, da ſie ſich keinem Zwange unterworfen ſahen, dem Beiſpiele ihrer Herren.

Keiner wußte, wie bald ſchon Gage's Laufbahn enden ſollte, aber Jeder fühlte, daß ſolche wahnſinnige Extrava ganzen nicht lange dauern könnten und man beſchloß daher die Zeit ſo viel als möglich zu benutzen.

Im Erdgeſchoß herrſchten förmliche Saturnalien. Die Dienerhalle war in fortwährendem Aufruhr. Die Tiſche blie⸗ ben darin den ganzen Tag gedeckt und die Ueberreſte der bei jedem Mahle Monthermer und ſeinen Gäſten ſervirten Delica⸗ teſſen kamen mit noch vielen anderen ausgewählten Gerichten hier wieder zum Vorſchein.

Auch fehlte es nicht an guten Getränken, um die pican⸗ ten Speiſen hinunterzuſpülen. Maſter Pudſey hatte unum⸗ ſchränkte Herrſchaft über den Keller und Niemand konnte ihn beim Austheilen der Vorräthe der Knauſerei beſchuldigen.

Im Gegentheil, ſelbſt wenn er Wirth anſtatt Keller⸗ meiſter geweſen wäre, hätte er ſich nicht nobler und frei⸗ gebiger zeigen können. Ein großer Bonvivant, Freund von