Teil eines Werkes 
2. Th. (1857)
Entstehung
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Dann ſchwieg ſie einige Augenblicke, worauf ſie in feſterem Tone wieder anhob:

Und nun laſſ mich eine Frage an Dich thun, die ich aufrichtig zu beantworten bitte. Haſt Du meinem Vater das Geld wiederbezahlt, welches er für deine Schulden vorge⸗ ſchoſſen? Zögere nicht ich muß die Wahrheit wiſſen ich habe ein Recht, ſie zu wiſſen.«

Da Du ſo in mich dringſt, ſo bin ich gezwungen zu geſtehen, daß ich ihn wieder bezahlt habe,« antwortete er. Ich hoffte dadurch mein ſchmachvolles Benehmen gegen Dich einigermaßen wieder gut zu machen.«

Wenn Du mir gefolgt hätteſt, ſo wäre dieſer neue Kummer mir erſpart worden!* rief Clara ſchmerzlich.

Und ſie ſank auf einige Augenblicke auf das Sopha zu⸗ rück, während Luch herbeieilte, um ſie zu ſtützen.

»O es iſt ſchwer zu tragen,« rief ſie nach einer Weile, »aber es muß wo möglich ausgeglichen werden. Jetzt ſage mir, Gage

und ſage mir aufrichtig zu welchem Zwecke biſt Du hierhergegangen?*

Um noch eine Woche lang Herr von Monthermer zu ſeyn,« antwortete er.

Aber wie kam es, daß mein Vater in deine Rückkehr willigte?

O, ich fand Mittel, ihn zu überreden oder um mit der Sprache gerade herauszugehen, ich machte es loh⸗ nend für ihn, mich einige Tage lang dieſe Rolle ſpielen zu

laſſen. Morgen Mitternacht iſt meine Zeit um.* Und was gedenkſt Du dann zu thun?« fuhr Clara fort. Gage gab keine Antwort. Nach einer kurzen, peinlichen Pauſe ſtand er auf und ſagte kurz: