Teil eines Werkes 
2. Th. (1857)
Entstehung
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Zum zweiten Male könnte ich mich ſchwerlich täuſchen,* ſagte Gage,»und obſchon ich nicht behaupten kann, eine Maske zu durchſchauen, ſo gibt mir doch etwas die Ueberzeugung, daß mir Ihre Züge eben ſo wie die Ihrer Genoſſin vollkom⸗ men bekannt ſind.*

Wirklich? Und für wen halten Sie dieſe Dame?

Für eine alte Freundin.*

Nein, Sie müſſen ſie beim Namen nennen.

Nun denn, ich werde mich von der Wahrheit, glaube ich, nicht weit entfernen, wenn ich ſie Clara Fairlie nenne.

Hier begannen die beiden Damen zu lachen und der Page ſtimmte aus Herzensgrunde mit ein.

Sie entwickeln großen Scharfſinn, das muß ich ſagen,* bemerkte die Venetianerin in leicht verletztem Tone.»Ich glaubte nicht, daß Sie mich ſo ſchnell erkennen würden.

Ihr ſeyd auch in der That Beide ſo vollſtändig ver⸗ kleidet, daß es einem Hexenmeiſter Mühe machen würde, Euch zu entdecken,« erwiderte Gage.Ueberdies ſprecht Ihr in ſo leiſem Tone, daß man auch nicht nach der Stimme urthei⸗ len kann.*

Der Vorhang der Maske ändert den Schall,« ſagte die Señora.

Ja, und zwar ſo ſehr, daß Ihre Stimme die Clara Fairlie's zu ſehn ſcheint, bemerkte Gage.

Und die meinige? rief die Venetianerin.

Bei Gott! Ihre Stimme klingt wie Luch's. Na, ich glaube, es iſt dies blos ein Spiel der Einbildungskraft. Doch warum ſollen wird hier bleiben Es wird nicht lange dauern, ſo wird das Souper aufgetragen. Geſtatten Sie mir das Ver⸗

gnügen, Sie dahin zu begleiten.