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wurden auch groteske Tänze aufgeführt, an welchen Juden, Türken, Höflinge, Schäfer und Schäferinnen, Ritter und Knappen theilnahmen, was eine ſehr drollige Wirkung her⸗ vorbrachte.
Vielleicht der beſte von dieſen war ein Tanz in Hohß⸗ ſchuhen von ein paar Bauern, der lauten Beifall etweckte.
Man darf aber nicht glauben, daß die ganze Geſell⸗ ſchaft ſich bei dieſer Kurzweil betheiligt oder auch nur dafür intereſſirt hätte. Viele der jungen Elegants fanden blos Ge⸗ fallen an dem Wirrwar, weil er ihre eigenen Abſichten be⸗ günſtigte, und vermehrten denſelben folglich, indem ſie die Scaramouche in ihren Streichen ermuthigten. Dabei aber wußten ſie es immer ſo einzurichten, daß ſie gerade zur rech⸗ ten Zeit hinzukamen, um einer bedrängten Schönheit Bei⸗ ſtand zu leiſten oder einer leichtgläubigen Duenna ihre ſchüch⸗ terne Pflegebefohlene abzunehmen.
Einführungen waren nicht nöthig. Jeder forderte Jede, die ihm beliebte, zum Tanze auf und erhielt ſelten eine ab⸗ ſchlägige Antwort.
Bis jetzt war die Harmonie der Geſellſchaft ungeſtört geblieben. Wenn auch einmal in Folge eines handgreiflichen Scherzes ein Zwiſt auszubrechen drohte, ſo ward er doch ſo⸗ fort wieder erſtickt. Man trennte die Streitenden und lachte ſie aus.
Liebeleien kamen ſehr häufig und zuweilen unter bedenk⸗ lichen Umſtänden vor. Mehre Paare, die ſich von der gro⸗ ßen Menge entfernt hielten oder von den Sophas und Seſ⸗ ſeln Beſitz nahmen, waren offenbar bis zu einem hohen Grade der zärtlichen Leidenſchaft vorgeſchritten, während andere ſich in das dichteſte Gewühl hineinſtürzten, in der


