Teil eines Werkes 
2. Th. (1857)
Entstehung
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Meinung, daß ſie hier vor jeder Beobachtung am ſicherſten wären.

Bei dieſem Wirrwar war es nicht leicht, ſofort die Perſon zu entdecken, die man ſuchte, und man konnte ſich deshalb nicht wundern, wenn mancher nachläſſige Ehemann oder Cavalier, der ſeine Schöne zu weit aus den Augen ge⸗ laſſen, ſie während des ganzen Abends nicht wiederfand.

Dieſelbe Schwierigkeit würde Monthermer bei ſeinem Suchen nach Luch Poynings erfahren haben, wenn nicht unerwarteterweiſe der Page ihm zu Hilfe gekommen wäre und ſich erboten hätte, ihn zu ſeiner Herrin zu führen.

Iſt eure Herrin allein?« fragte Gage überraſcht.

Sie iſt im Vorzimmer,« entgegnete der Page.

Wißt Ihr aber auch gewiß, daß ſie kein Irrwiſch iſt? ſagte Monthermer, indem er den jungen Fant mit einigem Mißtrauen betrachtete.

Ich weiß nicht, was das iſt,« entgegnete der Page, aber ich laſſt mich nicht zum Beſten haben, wie ein gewiſſer Jemand, den ich nennen könnte.«

Meint Ihr damit mich, Burſche?« rief Gage.

Nein, Sie ſelbſt meinen ſich damit und haben viel⸗ leicht nicht Unrecht. Seitdem wir uns zum letzten Mal ſahen, habe ich ermittelt, daß Miſtreß Jenhns dasſelbe Coſtüm an⸗ genommen hat wie meine Gebieterin, und der Bruder mei⸗ ner Gebieterin hat ſich auch davon überzeugt. Ich ſagte Ih⸗ nen gleich, daß Miſtreß Jenyns ihm Gehör ſchenken würde, wenn er ihr den Hof machte und ich hatte Recht. Schauen Sie hin!*

Zum Teufel! was ſehe ich da?« rief Monthermer.

In der von dem Pagen angedeuteten Richtung hin⸗ ſchauend, gewahrte er ein Paar, welches auf der entgegen⸗

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