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Die Liebestränke wurden von manchem ſeußenden Schä⸗ fer begierig gekauft und ohne Wirkung verſtockten Schönen aufgedrängt; die Wirkſamkeit des Jugendelirirs aber ward auf wunderbare Weiſe bethätigt.
Die alte Dame mit dem hohen kegelförmigen Hute kaufte eine Phiole und nicht ſobald hatte ſie den Inhalt der⸗ ſelben hinuntergeſchluckt, als ihr Mantel und Hut wie auf einen Zauberſchlag zu Boden fiel und ſie in dem Gewand einer jungen leichtfüßigen Columbine erſchien.
Ein herumſchwärmender Harlekin, welcher Zeuge dieſer Umwandlung geweſen, ſprang ſofort auf ſie zu, bog das Knie, legte ſeine Hand auf das Herz, als ob er von ihren neugeborenen Reizen ganz hingeriſſen wäre— und tanzte dann in tollem Wirbel mit ihr fort, während ein paar Pier⸗ rots ihn verfolgten, indem ſie laut kreiſchten, die Columbine gehöre ihnen, und die Menge aufforderten, ſie aufzuhalten.
Dieſe Pierrots ſchienen, beiläufig geſagt, eben ſo wie die Scaramouche und Polichinelle vollkommen allgegenwärtig zu ſeyn und ſpielten alle Arten muthwilliger Streiche, indem ſie manches zärtliche Tétera-Téte unterbrachen, alten Damen und ernſten ehrwürdigen Herren auf die Abſätze traten, aller⸗ hand Witzworte von ſich gaben, die zuweilen ſo dreiſt waren, daß ihnen dafür ein Fauſtſchlag zu Theil ward, den hübſche⸗ ſten Masken den Hof machten und mit mehreren derſelben
davonliefen, ſich Mäntel, Degen und Schärpen aneigneten und ſich dann mit den Eigenthümern darum zankten und in ihren handgreiflichen Späßen ſich durch nichts einſchüchtern
ließen als durch tüchtige weitſchallende Schläge von den Prit⸗
ſchen der Harlekine, die denn auch ſehr häufig angewendet wurden. Abgeſehen von all dieſen Scherzen und Narrenspoſſen
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die ihm ſchlägig geblibe Scherze ſort wie ſe ms. 9
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