Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Der Zug nach Tyburn. 297

mäß, vor einem Wirthshauſe unter dem Zeichen der Krone Halt machen und einen Zug aus dem St. Gilesbecher,als ſeine letzte Erquickung auf Erden, thun. Vor der Thüre dieſes Wirthshauſes zur Linken der Straße und nicht mehr, als zweihundert Schritt von der Kirche entfernt, deren Glocken zu läuten begannen, ſobald man des Zuges anſichtig ward, fuhr der Karren vor und hielt an. Ein hölzerner Balkon an einem der anſtoßenden Häuſer war voll von Damen, die alle eine lebhafte Theilnahme an dem Schauſpiel verriethen, und das größte Mitleid, das vielleicht nicht ganz frei von Bewunderung war, für den Verbrecher zu hegen ſchienen. Alle Fenſter der Taverne waren mit Gäſten gefüllt, und wie bei der Andreaskirche, ſo war auch die Kirchhofsmauer von St. Giles mit Zuſchauern beſetzt.

Jetzt erfolgte eine Scene, welche jene Zeiten und die gegenwärtige Veranlaſſung betreffend, bezeichnet. Der Trauer⸗ zug nahm auf einmal einen feſtlichen Charakter an. Viele von den Kavalleriſten ſtiegen ab und ließen ſich zu trinken geben. Ihrem Beiſpiel folgten ſogleich die Beamten, Kon⸗ ſtabeln, Spießträger und andre Betheiligte; und man hörte nichts, als Lachen und Scherz, und man ſah nichts, als Gläſer herumtragen und ſchäumende Krüge leeren. Herr Marvel, den ſein Unfall auf Holbornhügel etwas verſtört hatte, ſtopfte ſich ganz ruhig ſeine Pfeiſe und zündete ſie an.

Eine Gruppe vor der Thüre zog Jack's Aufmerkſamkeit auf ſich, da ſie aus mehreren ſeiner alten Bekannten be⸗ ſtand, Herrn Kneebone, Van Galgebrok und Baptiſt Ket⸗ tleby, die ihn alle herzlich grüßten. Außer dieſen war ein vierſchrötiger Menſch da, den er ſogleich als den ehrlichen Grobſchmied wiedererkannte, der ihn in Tottenham von ſei⸗ nen Eiſen befreit hatte.

Ich bin hier, wie Ihr ſeht, ſagte der Schmied.

Ich merke es, erwiederte Jack.