Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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296 Dritter Abſchnitt. 1724. Der Gefängniß⸗Brecher.

flachen Klingen, dann aber ſcharf auf die Aufrührer ein, ſo daß es ihnen gelang, ſie in die Flucht zu ſchlagen.

Bei dieſem Scharmützel zeichnete ſich beſonders Jona⸗ than aus. Er ſprengte mit gezogenem Fänger in den Hau⸗ fen, ritt die Vorderſten nieder und machte einen Verſuch, den Rädelsführer, in welchem er Blauhaut erkannte, zu ergreifen.

In ſeinem Vorhaben geflört, ſtieß der Pöbel ein Ge⸗ brüll aus, wie es nur tauſend zornige Stimmen erheben können, und ſchleuderte einen Hagel von Wurfgeſchoſſen auf das Militär. Von allen Seiten flogen Steine und Ziegel⸗ ſtücke einher und Herr Marvel ward von einem todten Hunde, der ihn ins Geſicht traf, beinahe von ſeinem Sitz auf dem Sarge herabgeworfen.

Endlich bewirkte die Mannſchaft jedoch durch Austhei⸗ lung von Hieben nach Rechts und Links und durch manche ſchwere Verwundung einen freien Weg und ſchlug die An⸗ greifer zurück, die ſich hinter die Barrikaden zurückzogen und mit drohendem Tone riefen:Nach Tyburn! nach Tyburn!

Derjenige, um den dieſer ganze Tumult veranlaßt wor⸗ den war, blieb unterdeſſen ganz ruhig ſitzen und lehnte ſich in den Karren zurück, als wäre er entſchloſſen, nicht die geringſte Anſtrengung zur Wiedererlangung ſeiner Freiheit zu machen.

Jetzt ſetzte der Zug ſeinen Weg ohne weitere Unter⸗ brechung bis Holborn fort. Wie ein Fluß, der durch viele Waldbäche anwächſt, ſo ſammelte er neue Kräfte aus den verſchiedenen Zugängen, die ihre Ströme in ihn ergoſſen. Die Fettergaſſe zur Linken und Grah's⸗Inn zur Rechten zoll⸗ ten ihre Beiträge. Von allen Seiten wurde Jack bewill⸗ kommnet und Jonathan ausgeziſcht.

Endlich näherte ſich der Zug der St. Gileskirche. Hier durfte der Gefangene, einem andern alten Herkommen ge⸗