Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Der Zug nach Tyburn. 295

zukommen, während der Hauptzug die Brücke überſchritt und ſich langſam den Holbornhügel hinaufwand.

Der Eingang zur Shoegaſſe und die ganze Mauerlänge des St. Andreaskirchhofes, deren Glocke ebenfalls läutete, war mit Zuſchauern beſetzt. Auf den Stufen zu den Kirch⸗ thüren ſtanden zwei Perſonen, welche Jack ſogleich wieder⸗ erkannte. Es waren ſeine Geliebten, Poll Maggot und Edgeworth Beß. Sobald die letztere ihn erblickte, ſtieß fie einen lauten Schrei aus und ſank ohnmächtig hin. Einige der Umſtehenden fingen ſie auf und boten ihr allen Beiſtand, der in ihrer Macht ſtand. Was Miſtreß Maggot betrifft, ſo hatte ſie ſtärkere Nerven und begnügte ſich damit, ihrem Liebhaber freundlich mit der Hand zuzuwinken und durch ihre Geberden Muth zuzuſprechen.

Während deſſen ereignete ſich eine andre Störung von viel ernſthafterer Art. Die Vorderwache hatte den Pöbel⸗ haufen in der Fieldgaſſe auseinanderzuſprengen geſucht, ſtieß aber auf einen unerwarteten Widerſtand. Das Pflaſter war in der Eile aufgeriſſen und quer über die Straße gehäuft worden, und bildete mit den hinaufgeworfenen Planken und Fäſſern eine unüberſteigliche Barrikade. Die Meiſten unter dem Pöbel waren mit Piken, Knitteln, Säbeln und Flinten bewaffnet und leiſteten einen erheblichen Wiverſtand gegen das Militär, das ſie mit einem Hagel von Pflaſterſteinen zurücktrieben.

Die Ankunft des Karrens an dem Ausgange der Field⸗ gaſſe ſchien das Signal zu einem Befreiungsverſuch zu ſein. Mit lautem Geſchrei ſprang der Pöbel unter Anführung eines handfeſten, mit einem Säbel bewaffneten Mannes, deſſen Geſicht ſo ſchwarz wie das eines Mulatten war, über die Barriere und ftürzte ſich auf das Fuhrwerk. Es ward ſogleich Halt gemacht. Die Soldaten ſchaarten ſich um den Karren zuſammen, zogen die Säbel und hieben zuerſt mit