Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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294 Dritter Abſchnitt. 1724. Der Gefängniß⸗Brecher.

Alle guten Leute, betet herzlich zu Gott für dieſen armen Sünder, der jetzt ſeinen Tod zu empfangen geht, für den dieſe große Glocke läutet.

Du, der du zum Sterben verurtheilt biſt, bereue mit heißen Thränen. Bitte den Herrn um Gnade zur Erlöſung deiner Seele, durch das Verdienſt des Todes und Leidens Jeſu Chriſti, der jetzt ſitzet zur Rechten Gottes, Fürſprache für dich zu thun, wenn du dich reuevoll zu ihm kehrſt. Der Herr ſei deiner Seele gnävig!

Nach Beendigung dieſer Ceremonie ſetzte ſich der Zug wieder in Bewegung. Er ging langſam den Snowhügel herab, begleitet von demſelben betäubenden Geſchrei, Zuruf und Geheul, das ihn bei Newgate empfangen hatte. Die Wachen hatten viele Mühe, den Weg ſrei zu halten, ohne zu gewaltſamen Maßregeln zu ſchreiten, denn der Strom, der von vorn, von hinten und an allen Seiten auf ſie ein⸗ drang, war faſt unwiderſtehlich. Die Häuſer auf dem Snow⸗ hügel waren eben ſo beſetzt, wie die in Old⸗Bailey. Jedes Fenſter, vom Grundgeſchoß bis zur Dachkammer, die Dächer ſelbſt waren mit Zuſchauern beſetzt. Von vielen Seiten wurden aufmunternde, bemitleidende Worte an Jack gerich⸗

tet, der manchen freundlichen Blick auf ſich gewandt ſah.

Auf dieſe Weiſe erreichten ſie die Holbornbrücke. Hier entſtand eine kleine Stockung. Der Uebergang war ſo be⸗ engt, daß nur für den Karren mit einer einzigen Reihe Soldaten an jeder Seite Raum war; und da die Mauern der Brücke mit Zuſchauern beſetzt waren, ſo hielt man es für gerathen, nicht eher weiter zu gehn, als bis dieſe Per⸗ ſonen entfernt wären.

Während dies bewerkſtelligt wurde, kam die Nachricht an, daß ein beſorgnißerregender Pöbelhaufe ſich durch die Fieldgaſſe bewege, deren eines Ende abgeſperrt war. Die Vorderbedeckung ritt voran, um jedem Widerſtande zuvor⸗