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Der Zug nach Tyburn. 293
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Blicke fühlte, als er jenem ermunternden Geſchrei lauſchte, verſchwand alle trübe Stimmung, die ihn vielleicht noch be⸗ herrſchte, und er dünkte ſich eher einem Triumphe, als einem ſchimpflichen Tode entgegenzugehn.
Jack hatte kaum ſeinen Platz auf dem Karren einge⸗ nommen, als ihm der Geiſtliche folgte, der ſich neben ihn ſetzte und laut aus dem Gebetbuche zu leſen begann. Unter einer ſo aufregenden Umgebung konnte Jack aber den Er⸗ mahnungen des trefflichen Mannes wenig Aufmerkſamkeit ſchenken und er verlor ſich in einen Strudel von verwirren⸗ den Gefühlen.
Der Zug ſetzte ſich jetzt langſam in Bewegung. Die
Kavalleriſten ſchwenkten und machten den Weg frei; die In⸗ fanterie ſchloß ſich dem Karren an. Dann kamen die Spieß⸗ träger, vier Mann hoch, und zuletzt eine lange Reihe von Konſtabeln in derſelben Anordnung. Kaum hatte ſich der Zug zu einer Marſchlinie gebildet, als ſich ein furchtbares Grunzen, mit gellenden Pfiffen, Zi⸗ ſchen und Verwünſchungen vermiſcht, erhob. Es ward durch Jonathan Wild's Erſcheinen veranlaßt, der zu Pferde ſtieg und ſich dem Zuge anſchloß. Jonathan ſchenkte dieſer Aeuße⸗ rung von Haß aber nicht die mindeſte Beachtung. Er hatte ſeinen Fänger angelegt und zwei Piſtolen in den Gürtel, ſo wie noch ein Paar in den Sattelhalfter geſteckt.
Der Zug erreichte jetzt das weſtliche Ende der Mauer der Heiligengrabkirche, wo er einem alten Herkommen ge⸗ * mäß Halt machte. Ein Schneidermeiſter Robert Dow heatte
nämlich in ſeinem letzten Willen die Anordnung getroffen, daß der Küſter der Heiligengrabkirche an jeden Verbrecher auf ſeinem Wege nach Tyburn eine feierliche Mahnung rich⸗ ten und dafür ein kleines Jahrgeld erhalten ſollte. Sobald der Zug daher anhielt, trat der Küſter vor, läutete eine 6 kleine Glocke und ſprach die folgende Mahnrede aus:


