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18 Dritter Abſchnitt. 1724. Der Gefängniß⸗Brecher.
„Ich habe Ihnen ein Andenken zu übergeben,“ wandte ſich der Fremde an ſie.
„Mir?“ ſagte Winifred athemlos.
„Dies Schloß,“ ſagte er, indem er ein kleines Ge⸗ ſchmeide von einem ſchwarzen Bande an ſeiner Bruſt ablöste und ihr überreichte,—„erinnern Sie ſich deſſen?“ „Gewiß— gewiß!“ rief Winifred.
„Was hat dies alles zu bedeuten?“ rief Wood voll Erſtaunen.
„Kennen Sie mich nicht, Vater?“ ſagte der junge Mann und ergrif, mit Wärme ſeine Hand.„Haben neun Jahre mich ſo verändert, daß keine Spur mehr von Ihrem Pflege⸗ ſohn übrig geblieben iſt?“
„Gott ſegne mich!“ rief der Tiſchlermeiſter, ſich die Augen reibend.„Iſt es wirklich möglich?“
„Wahrhaftig,“ ſchrie Miſtreß Wood,„Thames Darrell iſt wieder lebendig geworden.“
„Er iſt es!— er iſt es!“ rief Winifred und ſtürzte ſich in ſeine Arme,—„es iſt mein theurer— theurer Bruder!“ „Daß ich dies erleben ſollte, hätte ich wirklich nicht gedacht,“ ſagte der Tiſchlermeiſter und trocknete ſich die Augen. „Hoffentlich iſt es kein Traum! Thames, mein theurer Junge, ſobald Winifred mit dir fertig iſt, laß dich von mir umarmen.“ „Erſt komme ich,“ wandte ſeine beſſere Hälfte ein. 1„Komm in meine Arme, Thames! O Gott! O Gott!“ — Die Fragen und Glückwünſche zu wiederholen, welche — jetzt erfolgten, oder die übermäßige Freude des Tiſchlermei⸗ 18 ſters zu beſchreiben, der, als er ſeinen Pflegeſohn mit ſolchem 3 Entzücken an die Bruſt gedrückt hatte, daß er ihm faſt den Athem ausgepreßt hätte, im Zimmer umherzuſpringen an⸗ fing, ſeine Perrücke in den leeren Kaminheerd warf und verſchiedene andere phantaſtiſche Dinge beging, um ſich ſeiner überſtrömenden Glückſeligkeit zu entledigen,— das kaum
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