16 Dritter Abſchnitt. 1724. Der Gefingniß⸗Brecher.
rere Ackerknechte kamen und gingen im Verfolge ihrer ver⸗ ſchiedenen Beſchäftigungen. Hinter dem Hauſe erhob ſich auf einer Anhöhe ein altmodiſcher Garten, voller blühender Apfel⸗ und andrer Fruchtbäume, prangend im herrlichen Grün des anbrechenden Frühlings.
Als Herr Wood einen Reiter herankommen hörte, wandte er ſich nach ihm um. Es fing jetzt an zu dämmern und er konnte die Züge und die Geſtalt des Fremden nur undeut⸗ lich unterſcheiden.
„Ich brauche nicht erſt zu fragen, ob Herr Wood hier wohnt,“ ſagte dieſer,„denn ich finde ihn vor ſeiner eignen
Tchüre.“
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„Sie haben Recht, Sir,“ antwortete der würdige Tiſch⸗ lermeiſter aufſtehend.„Ich bin Owen Wood, zu Ihren Dienſten.“
„Sie erinnern ſich meiner wohl nicht,“ bemerkte der Fremde.
„Nicht ſo recht,“ verſetzte Wood.„Ihre Stimme ſcheint mir bekannt,— und— aber ich werde ſchon etwas taub
und meine Augen ſind auch nicht mehr ſo gut, wie früher,
beſonders bei dieſem Dämmerlicht.“
„Gleichviel,“ entgegnete der Fremde und ſtieg ab;„Sie werden ſich allmälig auf mich beſinnen. Ich bringe Ihnen Nachrichten von einem alten Freunde.“
„Dann ſind Sie herzlich willkommen, Sir, wer Sie auch ſein mögen. Bitte, treten Sie ein. Hier, Johann,
führe das Pferd des Herrn in den Stall und gieb ihm zu
freſſen. Wollen Sie ſo gut ſein, mir jetzt zu folgen, Sir?“
Dann ſtieg Herr Wood eine ziemlich hohe und nach heutigen Begriffen unbequeme Treppe hinan und führte ſeinen Gaſt in ein ſauberes Empfangzimmer, deſſen Fenſter mit Blumentöpfen und Schlingpflanzen beſetzt waren. Es war
kein Licht im Zimmer, aber deſſen ungeachtet entdeckte der


