Die Rückkehr. 15
Weiter hörte der junge Mann nichts. Er ſchlug die angegebene Richtung ein und ritt davon. Als er an den Sechs Glocken vorbei kam, bemerkte er zwei Reitpferde vor der Thür und ein Blick in das Haus zeigte ihm den jün⸗ geren der beiden Reiter auf dem Flur. Kaum hatte dieſer ihn bemerkt, ſo verſchwand er in das nächſte Zimmer. Nach einiger Ueberlegung, ob er noch eine Unterredung herbei⸗ führen ſollte, welche, obgleich jetzt in ſeiner Macht, von der Gegenpartei ſo eifrig gemieden ward, entſchied er ſich zum Gegentheil und begnügte ſich damit, einige Worte auf einen Papierſtreifen zu ſchreiben:„Sie ſind den Dorfbewoh⸗ nern bekannt,— ſein Sie auf Ihrer Hut.“ Dies gab er dem Hausknecht mit dem Befehl, es augenblicklich an den Eigenthümer des Pferdes, welches er ihm zeigte, zu über⸗ geben, und ſetzte dann ſeinen Weg fort.
Herrn Wood's Wohnhaus,— eine einfache, geräumige Meierei, ſtand unter zwei hohen Ulmen, deren Zweige das Dach vollſtändig überſchatteten. Auf einer Bank zu Füßen dieſer Bäume ſaß der würdige Tiſchlermeiſter mit einer Pfeife im Munde und einem Kruge an ſeiner Seite, ein Bild der Gutherzigkeit und des Wohlwollens. Der Einfluß der Zeit hatte ſich an Herrn Wood durch zunehmende Beleibtheit und verringerte Sehkraft, durch tiefere Runzeln, gebückteren Gang und gedrücktes Athemholen offenbart. Dennoch ſah er geſund und rüſtig aus, und das Landleben, welches er führte, hatte ſeiner Wange eine gebräuntere Färbung ver⸗ liehen. Alles um ihn her zeugte von Wohlſtand. Eine Un⸗ zahl von Heu⸗ und Strohſchobern waren längs den zu ſeiner Wohnung gehörigen Scheunen aufgereiht, der Hof war voll von Geflügel, Tauben ſuchten ſich ihr Futter zu ſeinen Füßen, Rinder und Pferde zogen auf ihrem Wege nach den Ställen vorüber, ein großer Hofhund raſſelte mit ſeiner Kette und ſpazierte würdevoll vor ſeinem Hauſe hin und her, und meh⸗


