Die Rückkehr. 3
über Nacken und Rücken herab; ein Halstuch vom„ächten Mechelnſchen“ war ſo eng um ſeinen Hals gewunden, daß es ihm faſt den Athem verſetzte und mit einem Schlagfluß drohte; um die Handgelenke und am Hemd trug er ebenfalls Spitzen, an ſeinen Stümpfen goldene Zwickel und an ſeinen Schuhen rothe Hacken. Ein zimmtfarbiger Rock von ſteifem, geziertem Schnitt, mit plattirten Knöpfen von der Größe eines Kronenſtücks an Aermeln, Taſchen und Schößen beſetzt, ging ihm bis mitten auf die Waden herab, und der ſilber⸗ geheftete Degen an ſeiner Seite und der Treſſenhut unter ſeinem Arm vollendeten ſeinen Putz.
Der Tuchhändler verbeugte ſich ſehr artig gegen den Fremden und fragte nach ſeinem Begehr.
„Ich fürchte mich beinahe es auszuſprechen,“ ſtotterte dieſer;„aber darf ich fragen, ob der Tiſchlermeiſter Wood noch lebt, der früher hier wohnte?“
„Wenn Sie um ſeinetwillen beſorgt find, Sir, ſo kann ich glücklicherweiſe Ihre Beſorgniſſe heben,“ antwortete Knee⸗ bone bereitwillig.„Mein guter Freund, Owen Wood,— Gott erhalte ihn!— lebt noch. Und für einen Mann, der ſeine ſechszig hinter ſich hat, kann ich Ihnen verſichern, daß er ſich noch ſehr gut conſervirt hat.“
„Ihre Nachricht erfreut mich ſehr,“ ſagte der Fremde, deſſen frohe Miene wiederkehrte.„Da er ſeine alte Woh⸗ nung verlaſſen hat, ſo fürchtete ich faſt, daß ihm ein Unglück zugeſtoßen wäre.“
„Ganz im Gegentheil,“ verſetzte der Tuchhändler, gut⸗ müthig lachend.„Alles iſt ihm außerordentlich gut geglückt. Sein Geſchäft iſt gegangen; Legate ſind ihm unerwartet in den Schooß gefallen, und um dem Ganzen die Krone auf⸗ zuſetzen, hat er ſich durch eine glückliche Spekulation in den Südſeeaktien ein bedeutendes Vermögen gemacht,— und das noch dazu in einem Augenblick, wo ſo manche Andre


