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73/77 (1848) Harold, der letzte Sachsenkönig : historischer Roman / von Edward Bulwer Lytton. Aus d. Engl. von Eduard Mauch
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gleichfalls zu Harold's Gunſten und bringt mich zu der Ueberzeugung, daß Sir F. Palgrave in ſeiner bewundernswerthen Geſchichte des angelſächſiſchen Eng⸗ lands dem Letzten ſeiner Könige nur karge Gerechtigkeit erweist und daß ſeine eigenthümlichen politiſchen und konſtitutionellen Theorien wie ſeine Anhäng⸗ lichkeit an das Prinzip erblicher Thronfolge, wonach er meint,Harold habe in keiner Hinſicht ein klares Recht auf die Krone gehabt, ſeinem Ausſpruche über Harold's Charakter und Anſprüche einigermaßen die Färbung eines Par⸗ teivorurtheiles anhängen. Meine tiefe Bewunderung für Sir F. Palgrave's Gelehrſamkeit und Scharfblick würde mir nicht erlauben, eine ſolche Bemer⸗ kung zu äußern, ohne ſämmtliche widerſtreitende Autoritäten, auf die er ſich ſelber beruft, ſorgfältig geprüft und abgewogen zu haben, und ſo muß ich denn bekennen, daß mir unter allen modernen Hiſtorikern Thierry den richtig⸗ ſten Begriff über die Hauptperſonen in der großen Tragödie des normänni⸗ ſchen Einfalles gegeben zu haben ſcheint, obwohl ich zu dem Glauben geneigt bin, daß er den unterdrückenden Einfluß der normänniſchen Dynaſtie, mit wel⸗ cher das Trauerſpiel ſchloß, bedeutend überſchätzte

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Phyſiſche Eigenthümlichkeiten der Skandinavier.

Es iſt ein eigenthümlicher Umſtand, daß faſt bei allen Schwertern aus jenen Zeiten in der Waffenſammlung des antiquariſchen Muſeums zu Kopen⸗ hagen die Handgriffe eine weit kleinere Handform verrathen, als ſie bei allen Klaſſen moderner Völker zu finden iſt. Kein neuerer Stutzer würde auch mit der zarteſten Hand Raum genug finden, um eines der Schwerter dieſer Nord⸗ männer mit Bequemlichkeit ſchwingen zu können.*

Dieſe Eigenthümlichkeit wird von manchen Gelehrten nicht ohne Grund als Beweis für die orientaliſche Abſtammung der Skandinavier angeführt, wie auch die aſiatiſchen Skythen und viele von den früheren kriegeriſchen Stämmen, welche zwiſchen dem Oſten und Weſten Europa's umherſchwärm⸗ ten, nicht ſelten durch die blauen Augen und das gelbe Haar des Nordens ſich unterſchieden. Die phyſiſchen Attribute eines Gottes oder Helden dürfen in der Regel auch als die des Stammes betrachtet werden, welchem er angehört: die goldenen Locken eines Apoll und Achill gelten als ähnliche Charakter⸗ merkmale für die Nationen, deren Typen ſie ſind, und das blaue Auge der Minerva mag die abſurde Lehre, welche ſie mit der ägyptiſchen Naith iden⸗ tifiziren möchte allein ſchon Lügen ſtrafen.

Die Normänner behielten vielleicht länger als ihre Ahnen, die Skandina⸗ vier, dieſe etwas weibiſche Eigenheit kleiner Hände und Füße, und daher,

* Laing's Note zu Snorro Sturleſon, III. Bd., S. 101.