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Edrie heirathete Egelric, mit dem Beinamen Leofwine. Edgith, Tochter König Ethelred's II. Egelmar. — Wolnoth. — Godwin.
So war dieſer„alte Bauer“— wie die nordiſchen Chroniken den Wol⸗ noth nennen— unſeren unzweifelhafteſten Autoritäten zu Folge ein Than aus einem der wichtigſten Theile Englands und Mitglied der mächtigſten Familie des Königreichs. Wenn unſere ſächſiſchen Gewährsmänner überhaupt noch der Hülfe von Muthmaßungen bedürften, ſo lohnt ſich's wohl kaum der Frage, wofür die größere Wahrſcheinlichkeit ſpreche, ob dafür, daß ein ſächſiſcher Hirtenſohn in wenigen Jahren zu ſolcher Macht gelangte, daß er die Schwe⸗ ſter des däniſchen Eroberers und Königs heirathete, oder dafür, daß dieſe Ehe dem fähigſten Gliede eines ſchon vorher mit der ſächſiſchen Königslinie verwandten Hauſes übertragen worden ſeyn dürfte, das ſeine Macht nach dem Falle ſeines Hauptes, des verrätheriſchen Edrie Streone, offenbar noch beibe⸗ hielt. Sogar nach der Eroberung wird einer von Streones Neffen Edricus Sylvaticus als ein„ſehr mächtiger Than“ genannt.(Simon Dunelm.). Im Ganzen ſcheint der im Texte gegebene Bericht über Godwin’s Laufbahn der richtigſte, den unſere nur auf geringe hiſtoriſche Kenntniß baſirte Vermuthun⸗ gen zulaſſen.
Im Jahre des Herrn 1009 ſchlägt Wolnoth, Childe oder Than von Suſſer, die Flotte Ethelreds unter ſeinem Oheim Brightrie und bricht alſo in Empörung aus. Wenn ſomit Canut fünf Jahre ſpäter 1014 von der ganzen Flotte zum König erwählt wird, ſo läßt ſich vermuthen, daß Wol⸗ noth und Godwin ſein Sohn ſeiner Sache anhingen und daß Godwin dem Könige ſpäter als ein junger Edelmann von großen. Hoffnungen vorgeſtellt, von dieſem ſcharfblickenden Regenten begünſtigt und als Mittel, die ſäch⸗ ſiſchen Thane für ſich zu gewinnen, zuletzt mit der Hand ſeiner Schweſter und zum zweitenmale mit der ſeiner Nichte beehrt wurde.
H. Der Mangel an Veſten in England.
Die Sachſen waren arge Zerſtörer: ſie zertrümmerten die Kaſtelle, welche die Britten von den Römern überkommen hatten, und bauten nur ſehr wenig neue, ſo daß das Land für die Dänen offen blieb, Alfred, dieſen Mangel wohl


