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Dich, Edward,“ rief der Herzog mit offenerer Herzlichkeit, als man ſonſt an ihn gewöhnt war,„und wäre ich Dein Unterthan, dann wehe jedermänniglich, der ſeine Zunge rührte, um Dich mit einem Athem⸗ zuge zu verwunden. Doch wer und was iſt dieſe nämliche Hilda? Gehöͤrt ſie zu Deinem eigenen Geſchlecht?— gewiß, nur konigliches Blut kann ſo kühn in den Adern rollen!“
„William, bien aimé!“ ſagte der König,„es iſt wahr, dieſe Hilda, der die Heiligen verzeihen mögen, iſt von königlichem Geblüte, doch nicht von unſerer eigenen Herrſcherlinie. Man fürchtet,“ fuhr Edward mit ſchüchternem Flüſtern und haſtigem Seitenblicke fort, „dieſes unglückliche Weib ſey von jeher den Gebräuchen ihrer heidni⸗ ſchen Vorfahren weit mehr als denen der heiligen Kirche zugethan geweſen, und es gibt Leute, welche behaupten, daß ſie auf dieſe Weiſe von einem Zauberer oder gar von dem Böſen ſelbſt Geheimniſſe er⸗ langt habe, denen der Rechtſchaffene in ſeiner Frömmigkeit ausweichen muß. Nichts deſto weniger laßt uns lieber hoffen, daß ihr Gemüth von den erlittenen Unglücksfällen etwas verwirrt iſt.“
Der König ſeufzte und der Herzog nicht minder, aber der Seuf⸗ zer des Letzteren verkündete blos deſſen Ungeduld. Er warf einen wilden ſengenden Blick auf die ſtolze Geſtalt der Prophetin zurück, die man noch immer durch die Waldöffnungen gewahrte, und ſagte in düſterm Tone:
„Von königlichem Geblüt; doch hat dieſe Wodanshexe hoffentlich keine Söhne oder Verwandte, welche auf den Thron der Sachſen Anſpruch machen?“
„Sie iſt eine Sippe von Godwins Weibe Githa, und das eben iſt ihre gefährlichſte Verwandtſchaft,“ gab der König zur Antwort; „denn der verbannte Carl machte, wie Du weißt, keinen Anſpruch auf den Thron, ſondern begnügte ſich mit nichts Geringerem als mit der Regierung unſers ganzen Volkes.“
Der König fuhr dann fort, eine Skizze von Hilda's Geſchichte zu entwerfen; allein ſeine Erzählung war eben ſowohl durch ſeine
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