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möglich zu erforſchen; ſo viel iſt gewiß, daß es ſeit ſehr langer Zeit
ganzen Geſchlechtern teutoniſcher Gebieter zum Obdache gedient hatte. Ru Die Veränderungen, die mit dem Gebäude vorgegangen, waren die traurig und grotesk zugleich... Was jetzt als Halle diente, war offen⸗ geſ bar das Atrium(Vorhof) geweſen, der runde Schild mit ſeiner zuge⸗ hal ſpitzten Buckel, der Speer, das Schwert und der kleine krumme Saſſa⸗ un nach des früheren Teutonen hingen an denſelben Säulen, welche früher die von Blumen umwunden geweſen; in der Mitte des Flurs, wo zwiſchen ver dem hartgeſtampften Pflaſter aus Lehm und Kalk noch Trümmer der alten Moſaik hervorglitzerten, war der Herd auf das frühere Implu⸗ Vi vium etablirt und der Rauch ſtieg langſam durch die Oeffnung im Dache, lor welche vor alten Zeiten den Regen des Himmels eingelaſſen hatte.( Rings um die Halle hatte man die alten cuhicula oder Schlafgemächer al (klein, hoch und nur von der Thüre aus beleuchtet) für die Dienerſchaft da des Haushalts oder untergeordnete Gäſte beibehalten, während am—( hintern Ende der Halle der weite Raum zwiſchen den Säulen, durch m den man einſt aus anmuthigen Zellen in das tablinum und viridarium ho hinausgeſchaut hatte, mit wüſtem Gerümpel und römiſchen Ziegel⸗ P ſteinen ausgefüllt war, ſo daß nur eine niedere Rundbogenthüre übrig 8 6
blieb, welche noch immer in das Tablinum führte. Dieſes ſelbſt, frü⸗ her das heiterſte Staatszimmer des römiſchen Großen, war jetzt mit*
allerlei Plunder, Reisbündeln und Geräthſchaften des Landbaus an⸗ ke gefüllt. Zu beiden Seiten dieſes entweihten Gemaches dehnte ſich li rechts das alte lararium(Gemach des Laren), nun aber ſeiner alten de Götterbilder und Familienſtatuen entkleidet, links das frühere gynae- d ceum(Frauengemach). u
Das Lararium war übrigens von einem frühern ſächſiſchen Than
oder Ealden offenbar ſchon vor Einführung des Chriſtenthums in ein 2
Staatszimmer verwandelt worden, denn hier und dort hatte eine grim⸗ mige Künſtlerhand auf das einſt mit Gegenſtänden aus der klaſſiſchen Mythologie und Poeſie reich bemalte Glas Skizzen geſudelt, welche Hengiſts weißes Roß oder Wodens ſchwarzen Raben darſtellen ſollten;


