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Nannet. Was wird deine Mutter ſagen?
Chriſtel. Weinen wird ſie. Aber—— Hier ſteht alles darin. Verzeihe Sie Jungfer Ma⸗ rianne. Ich ſuchte Ihre Mutter, nicht Sie. Ich wollte, ich wäre fort, ohne Sie geſehen zu haben.
Nannet. Fort willſt du, und bald?
Chriſtel. Heute noch. Ich muß wohl. Der Herr Corporal ſagte mir, der General würde mor⸗ gen eine Schlacht liefern. Er warte nur noch auf mich. Und da kann ich den ehrlichen Mann nicht ſitzen laſſen.
Nannet. Lieber Chriſtel, man täuſchte dich.
Chriſtel. Ja leider! Wenn ich nur noch Ihre Frau Mutter ſprechen, und ihr dieſes Pa⸗ pier einhändigen könnte.
Nannet. Was iſt denn das für ein Papier? Zeige es doch—— Nun darf ich es nicht ſehen?
Chriſtel. Sie wird es ſchon übermorgen ſe⸗ hen; wenn ich todt geſchoſſen bin.
Nannet.(weinend.) Rede mir nicht von Todt⸗ ſchießen. Ich beſchwöre dich bey Allem, was dir werth iſt—— Nun was iſt denn in dem Pa⸗ pier?
Chriſtel. Nichts, nichts.
Nannet. Ich bitte dich, Chriſtel, wenn du mich je geliebt haſt, zeige mir das Papier.
Chriſtel. Sie bittet mich. Sie nimmt mich bey der Hand. O wenigſtens habe ich noch Einen glücklichen Augenblick erlebt!(Er gibt es ihr.) Hier. Wenn Sie bittet, ſo verſage ich Ihr nichts. Aber gebe Sie es ihrer Frau Mutter.


