Erhoöhet gegenwärt'ge Freuden, Und mehret jede Seligkeit. (Beyde ab.)
Vierzehnter Auftritt.
Chriſtel. Gleich darauf Nannette.
Chriſtel.(Aeußerſt traurig, im Vuſen ein Papier.) Jetzt will ich denn von Frau Roſalien Abſchied nehmen, ihr dieſes Papier übergeben, und dann in Gottes Nahmen in die Battaille gehen. Ich weiß zwar weit und breit keinen Feind. Aber der Herr Corporal hat geſagt, der würde ſchon kommen. Wenn mir nur Marianne nicht begegnet. Weh mir, da iſt ſie.—
Nannet. Um des Himmels willen Chriſtel! Was haſt du gethan? Du willſt dienen?
Chriſtel. Ich diente Ihr, Jungfer Marian⸗ ne, aber ſtatt mich zu avanciren, hat Sie mich fortgejagt, mich infam caſſirt. Ich ſuchte mir alſo einen andern Capitän, der zwar nicht ſo liebens⸗ würdig iſt, aber zuverläſſiger.
Nannet. Chriſtel, iſt es möglich, daß du dieſe Thorheit begangen haſt.
Chriſtel. Ich habe wohl eine gefährlichere be⸗ gangen. Das Aergſte, was mir als Soldat geſchieht, ſt, daß ich todt geſchoſſen werde; das iſt freylich nicht angenehm. Wenn man aber ſein Herz dahin gibt, und es wird zuerſt angenommen, bald dar⸗ auf aber verſchmäht, zerriſſen und an den empfind⸗ lichſten Orten mit hundert Nadelſtichen gepeiniget, das iſt, beym Himmel! noch unangenehmer.
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