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Der unglückſel'gen Jungfrau und die meine. Ich, der Beſtattung Ehre zu erlangen,
Will am beſpülten Ufer einer Magd Erſcheinen, weil ich von den untern Mächten Erhalten, daß mein Leichnam in die Hände Der Mutter fall' und in dem Grab verweſe. Mir alſo wird das, was ich wünſche, werden. Doch fort! ich will der greiſen Hecuba
Hier aus dem Wege gehn; ſie naht dem Zelt Des Agamemnon, durch mein Schattenbild Geängſtiget; o Mutter, die geriſſen
Aus hoher Burg, den Tag der Knechtſchaft ſah, So elend jetzt, als glücklich hiebevor!
Ein Gott hat für dein vorig Wohlergehn Mit gleichem Maß dir Elend zugemeſſen.
Hecuba, das Chor der Trojanerinnen.
Hecuba. Ihr Mädchen führet, führt aus dem Hauſe mich, Mich greiſes Weib, einſt eure Beherrſcherinn, Nun eurer Knechtſchaft Mitgenoſſinn; Richtet mich auf und ergreift und hebet Den matten Körper, faſſet die alte Hand! Ich aber will auf einen gekrümmten Stab Die Rechte lehnen, will die langſam Wankenden Schritte zu fördern ſuchen. Blitz des Zeus, o finſtere Nacht, was will o manches Schrecken, manches Phantom, das mich PVom Schlaf empor treibt? hehre Erde, Schwärzlich befiederter Träume Mutter!
O S


