——
— 8—
Und unverſehrt vom Feuer unſre Thürme, Mein Bruder Hector mit der Lanze ſiegte; Verpflegte mich der Tracer wohl, ich wuchs, Ich Elender, gleich einem Sproß empor.
Doch wie des Hector Seel' und Troja hin war, Der Herd des Vaters Priam umgeſtürzt:
Er ſelbſt, vom blutbetrieften Sohn Achills Mi
—
Ermordet am Altar der Götter ſiel; De Da tödtet mich, mich Unglückskind der Gaſtfreund Hi Und wirft mich in die See, daß er des Golds De In ſeinem Hauſe ſich bemächtigte.. Ge Nun lieg' ich an dem Ufer, unbeweint. Aus Und unbegraben, von der Meeresfluth ß In manchem weiten Kreis herum getrieben. Ein Doch meiner Mutter wegen fährt mein Geiſt Ni Empor, verläßt den Leichnam und beſchwebt 1
Drey Tage ſchon der Oberwelt Gebiethe;
Seit nähmlich meine jammervolle Mutter
PVon Trojens Ufern kam und hier verweilt;
Denn in dem Hafen liegt der Griechen Flotte; Sie ſelber ſitzen müßig am Geſtade, N
Weil über ſeinem Grabe Peleus Sohn
Erſchienen und ihr ganzes Heer, das gierig Der Heimath zugerudert, ſäumen macht.* de Er heiſcht zum Ehrenlohn und als ein Opfer
Auf ſeinem frühen Grabe meine Schweſter, A Polyxena; die wird er auch erhalten;
Die Griechen, ſeine Freunde, laſſen ihn Nicht unbeſchenkt; heut ſtirbt Polyxena, e
Verurtheilt von dem Schickſal, heut erblickt Die Mutter zweyer Kinder Leichen, bie


