Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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Alles was eine ſeltſame Außenſeite hat, aufgreift, wenn ihm auch der erforderliche Gehalt fehlt nicht einverſtanden ſeyn kann, ſo zeugen doch Stellen, wie:Hoffmann hat durchaus nicht ge⸗ wollt, oder nicht vermocht, irgend einen Charak⸗ ter geradezu oder in der Parodie, zu zeichnen, ſon⸗ dern die Menſchen, in ſeinen Landſchaften des Wunderbaren, Wunderlichen und Seltſamen, nur als Staffage gebraucht; oder:Hoffmann ge⸗ hoͤrte zu den Schriftſtellern, die weniger ein Ta⸗ lent an den Tag gelegt, Geſtalten und Charaktere, die wahrhaft dieſen Namen verdienen, aufzufaſſen und wiederzugeben, als Umſtaͤnde zuſammen zu reihen, und dieſe oder jene Idee dadurch zu be⸗ waͤhren; davon, daß die Anſichten des Rec. und die ſeinigen in der Hauptſache zuſammentreffen. Auch die neueſte Auflage des Converſations⸗

Lexikons enthaͤlt einen ſchaͤtzbaren Aufſatz uͤber

unſern Dichter. Wenn der Verfaſſer deſſelben ſagt:Hoffmann trachtete in ſpaͤterer Zeit uͤberall mehr darnach, ſich, als die Welt auſſer ihm dar⸗ zuſtellen, ſein leichtes Dichten iſt Selbſtgenuß, Schwelgerei des geiſtigen Egoismus; daher dringt er ſelten zur reinen Objectivitaͤt durch, u. ſ. w.;« ſo liegt, nach dem oben Bemerkten, darin viel Wahres; wenn er aber ſchließt:Sein Leben duͤrfte im Grunde wohl poetiſcher geweſen ſeyn, als ſeine Werke uns vorkommen; ſo kann, in