—
153 Tiek that in fruͤheren Werken nach dieſen humo⸗ riſtiſchen Tollbeeren einige gluͤckliche Spruͤnge, ließ aber als Fuchs ſie ſpaͤter haͤngen, und hielt ſich an die Weinleſe der Bacchusbeeren der Luſt. Dieſes Wenige reiche hin, um zu zeigen, wie willig und freudig der Verfaſſer den hohen Stand⸗ und Schwebepunkt der jetzigen Literatur anerkenne. Unſtreitig iſt jetzt die Bella donna(wie man die Tollkirſchenennt) unſerer Muſe Prima donna und Madonna und wir leben im poetiſchen Tollkirſchen⸗ feſt. Deſto erfreulicher iſt es, daß auch die Leſe⸗ welt dieſe poetiſche Hinaufſtimmung auf eine freundliche Weiſe beguͤnſtigt durch ihre Theilnahme, und daß ſie wie das Morgenland, Verruͤckte als Heilige ehrt, und was ſie ſagen, für eingegeben haͤlt. Ueberhaupt eine ſchoͤne Lorbeer⸗ und Kirſch⸗ lorbeerzeit!“—— So weit Jean Paul.
Einen Beurtheiler, dem es um die Sache Ernſt
iſt, hat Hoffmann gefunden in dem Verfaſſer des Aufſatzes: Ueber E. T. W. Hoffmanns Schriften, im XIX. Stuͤcke des Hermes. Wenn gleich der Herausgeber mit ſeinem Reſultate:„Wir ſehen in den Schriften Hoffmanns eine lebhafte Einbil⸗ dungskraft, die aber, ohne wahres Dichtergenie(?) ſich nur in dem Bunten, Grellen, der Erſcheinung herumtreibt, und darum ohne gehoͤrige Sichtung,


