Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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genießbar gemacht wurde, und ſo hat er zwar nicht mit den heiligſten Intereſſen der Menſch⸗ heit Spott getrieben, wie nur Boͤswilligkeit aus ſeinen Schriften herauseregeſiren kann; aber ſie ſind dieſen, mehr als zu wuͤnſchen war, fremd ge⸗ blieben.

Dazu kommt noch ein anderer Umſtand von der groͤßten Erheblichkeit, den beſonders unſere juͤn⸗ geren Roman⸗ und dramatiſche Dichter von aus⸗ gezeichneten Faͤhigkeiten nicht genug beherzigen koͤnnen. Hoffmann ſehlte freilich nicht durch eigene Schuld, wie ſein Leben deutlich beweiſet außer der tieferen Kenntniß des Menſchen, auch noch die wiſſenſchaftliche Bildung, in einem Maße,

wie ſie der heutige Stand des Dichters erfordert⸗

in ſofern er eine andere, als eine phantaſtiſche Welt aufbauen will, zu welcher er freilich das Ruſtzeug allein in ſeinem Hirn traͤgt. Man hoͤre in dieſer Beziehung, bei weitem nicht hinlaͤnglich bekannte goldene Worte, die Jean Paul der Ein⸗ zige, in der Vorrede zur neuen Ausgabe der un⸗ ſichtbaren Loge ſpricht, und in denen auch Hoff⸗ mann ſein Urtheil findet.

Man wird vielleicht dem Verfaſſer es nachſe⸗ hen, daß er ſeinen erſten Roman zwei Jahre zu fruͤh geſchrieben, nehmlich ſchon in ſeinem acht und zwanzigſten; aber im Ganzen, geſteht er ſel⸗