145
wie er ſelbſt iſt, wenn auch nicht in der Wirklich⸗ keit, doch in der Idee.“
Es haͤtte dem Herausgeber nicht einfallen koͤn⸗ nen, dieſes Urtheil durch den Wiederabdruck fort⸗ zupflanzen, wenn nicht, unter dem Krant der ſcheinbaren Gemuͤthlichkeit, die Schlange der ge⸗ haͤſſigen Inſinuation verborgen laͤge, daß Hoff⸗ mann bei ſeinen Werken, mit abſichtlicher Bos⸗ heit, die Leſer nur durch allerlei Kunſtgriffe irre zu führen, und ſich uͤber ſie luſtig zu machen ge⸗ ſucht, und daß es ihm dabei auf nichts weiter an⸗ gekommen waͤre, als auf Spott uͤber die heilig⸗ ſten Intereſſen der Menſchheit. Es iſt aber ein untruͤgliches Kennzeichen des Philiſterthums, da gemeine Abſicht zu ſuchen, wo der Schluͤſſel in der Individualitaͤt eines Menſchen von nicht ge⸗ meinem Schlage, offen da liegt, welche Individua⸗ litat freilich, in ſo fern ſie eine dichteriſche, nur von einem dichteriſchen Gemüuthe rein reflektirt werden kann. Wer Hoffmann auch nur einmal geſehen, ſo ſcheint es dem Herausgeber,(und der Schriftſteller, von dem die oben mitgetheilten ſchweren Anklagen ausgegangen, hatte ihn per⸗ ſönlich gekannt), mußte gleich inne werden, daß er nicht der Mann der Abſicht, wohl aber, wel⸗
ches, die Schranken ſeines produktiven Vermoͤgens
waren. Höoͤren wir üͤber ihn das Zeugniß eines andern, aber ſeelenkundigen Autors, des treffli⸗


