was Bitteres, Unheimliches und Grimmiges aus⸗ ſtieße, was tief verborgenen Hohn, Verachtung des Menſchen, und Spott ſeiner heiligſten In⸗ tereſſen verraͤth, und als wenn es Ew. Wohlgeb. nur wohl ſeyn koͤnnte in den tauſendfachen Nuan⸗ gen menſchlichen Wahnſinns. Ich, Jeremias Kaͤtz⸗ lein, habe zwar die Gelehrſamkeit nicht, ſolches in probehaltigen, aͤſthetiſchen Redensarten darzu⸗ thun und zu beweiſen, aber es haben dies ſchon andere gethan, und ſolches auch Ew. Wohlgeb. ſelbſt, nicht in Abrede zu ſtellen begehrt. Es kann zwar wohl ſeyn, daß es in Dero liebem Herzen wirklich nicht ſo dunkel ausgeſehen, aber es ſchien doch ſo, dagegen bei meinem Herrn Prinzipal Alles moͤg⸗ lich heiter, mild und wohlwollend hervortritt, das klare Bewußtſeyn nie untergeht in grauen⸗
voller geiſtiger Vernichtung, der Spaß zwar neckt
und zwickt, aber niemals bis zum wirklichen Schmerze, und jedermann wohl mitlachen, dabei aber auch die Thraͤne der Wehmuth weinen muß, daß All' dieſes Froͤhliche nur der kurze Silberblick eines Lebens voll menſchlicher Unvollkommenheit und Erdenſorgen iſt, deſſen er noch lachen und ſich unter ſeinen Geſtalten fuͤr den Gluͤcklichſten halten kann auf der weiten Welt, der die Schat⸗ tenſeite des Lebens kennt wie wenige, der aber allen Menſchen ſo gern die Falte des Unmuths glätten, und Alle eben ſo gluͤcklich machen moͤchte,


