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129 auf ſie gemacht, ſie eine beſſere Meinung von Hoff⸗ mann gewonnen, als ſie früher, nach ſeinen Schrif⸗ ten, von ihm gehabt; namentlich daß ſie ihm nie ſo viel Liebe zugetraut, als er in ſeinem Verhält⸗ niß zu Hippel entwickelt.
Niichts deſtoweniger hatte die obenerwähnte Aeußerung einen ſchmerzlichen Nachklang zurückge⸗ laſſen, und dem Herausgeber einige recht trübe Stunden gemacht, als er unerwartet von einem fernen Freunde, deſſen Handſchrift er ſeit faſt zehn Jahren nicht geſehen, und in dem, wenn er ihn nennen wollte, man einen Mann erkennen würde, den ganz Deutſchland als einen ſeiner Edelſten hoch verehrt, der endlich wohl, ſo weit dieß Prädi⸗ kat überhaupt gegeben werden kann, den Namen eines vollendeten Chriſten verdient, einen Brief er⸗ hielt, welcher eigends dazu geſchrieben zu ſeyn ſchien, ihn zu beruhigen und alle Nebel in ſeiner Seele zu zerſtreuen.
Es ſey erlaubt, das Weſentliche aus demſelben mitzutheilen, da er ſowohl zur Würdigung Hoff⸗ mann's dient, als an und für ſich, und in Beziehung auf das in Anregung gebrachte, gewiß höchſt wichtige moraliſche Problem, allgemein intereſſant ſcheint:
Ich hätte ſchon längſt Gelegenheit gehabt, Ihnen zu ſagen wie Sie mir im Andenken fortleben; dies konnte Ihnen indeſſen mein Sohn mündlich ausdrü⸗ cken. Jetzt kommt mir aber eine Aufforderung zu


