Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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128 Nachſchrift des Herausgebers⸗

Kurze Zeit nach dem Erſcheinen des gegenwär⸗ tigen Werks über Hoffmann wurde dem Herausge⸗ ber von einem ſehr geachteten Freunde ein Zweifel über die Frage geäußert: ob es bei der Art, wie Hoffmann geſtorben,(nach ſeiner Anſicht, unver⸗ ſöhnt mit Gott und dem Heiland), nicht eine

fromme Pflicht gegen den Freund geweſen wäre,

ſein Bild der Welt nicht zu enthüllen, indem man die Darſtellung eines Lebens, nicht als eine lite⸗ rariſche Merkwürdigkeit betrachten dürfe, wenn höhere Rückſichten Schweigen geböten.

Dieſes Bedenken aus einem wahrhaft frommen Gemüthe, wäre geeignet geweſen, einen tiefen Sta⸗ chel in das Herz des Schreibers zu drücken, hätte er ſich, bei ſorgſamer Selbſtprüfung, nicht das Zeugniß geben müſſen, daß er es, vor Herausgabe des Werks, ſcharf in's Auge gefaßt, aber dabei auf das Reſultat gekommen, daß der Menſch dem Menſchen, nichts Höheres ſchuldig ſey, als Wahr⸗ heit, und daß in dem vorliegenden Falle Wahrhaf⸗ tigkeit mehr Licht als Schatten zeige, weßhalb die Schale immer zuletzt zu Hoffmanns Gunſten ſtei⸗ gen müſſe. So hatte es ihn auch bis dahin die Erfahrung gelehrt. Alle ſeine Bekannten, ohne Ausnahme, die das Buch geleſen, hatten ihm ver⸗ ſichert, daß, nach dem Totaleindruck, den daſſelbe

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