Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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wußte, wie Hoffmann, aber zugleich auch ein unfehl⸗ barer Ruin für die beſſere Natur in ihm, wie für jede. Solchen Leuten iſt nichts heilig, der Witz geht ihnen über Alles, und, weil denn der doch

nicht in ſo enormen Maſſen zu haben iſt, als ſie ihn brauchen würden, um ihren Ueberfluß an Zeit damit auszufüllen, ſo wird großentheils ganz gemeines Lä⸗ ſtern als Surrogat dafür genommen, und nach und nach verliert ſich ſelbſt bei den reinſten Menſchen, wenn vielleicht auch nicht ganz das innere ſittliche Gefühl, doch der äußere moraliſche Takt, der das Würdige vom Platten zu unterſcheiden weiß. Wer einmal dieſen Weg betreten, fühlt ſich verlegen und beklommen, wenn er einem Freunde gegenüber tritt, der ihn früher beſſer gekannt. Ganz dieß war Hoff⸗ mann's Fall. Seinen Geiſt und das Gemüth, aus dem die Briefe an Hippel hervorgegangen, konnte ihm Niemand nehmen; aber, war ſeine Converſa⸗ tion in dem letzten Jahre ſeines Lebens, mit Lanze⸗ lot Gobbo*) zu reden, etwas anſäuerlich ge⸗ worden, ſo iſt es allein ſolchen Commilitonen zuzu⸗ ſchreiben, die, wiewohl zum Theil auch mit herrli⸗ chen Gaben geſchmückt, ihr Inneres doch nicht vor dem Roſte der Gemeinheit zu wahren gewußt.

*) Im Kaufmann von Venedig.