über den Schlemmer, der ſich einſam in ſeinem Zim⸗ mer niederſetzen und bei verſchloſſenen Thüren köſt⸗ lichen Wein ſchlürfen kann! Wer mag alſo den Stein aufheben gegen den, der nach vollbrachter Tagesarbeit, oder, ſind ihm im Laufe des Tages ſelbſt freie Stunden gegönnt, ſeine Erholung da ſucht, wo er Wein und ein freies Wort, ſtatt Thee's und eines erbärmlichen verſchrobenen Gewäſches fin⸗ det; am wenigſten dürfte wohl der Schreiber zu einem ſolchen Verdammungsurtheil geneigt ſeyn, der ſich hierüber, wie er denkt deutlich genug, in Hoff⸗ mann's Leben ausgeſprochen hat.
Dieß der Avers. Aber nun die Kehrſeite.
In den Weinhäuſern findet man auch eine eigene Art von Gäſten, ein Völkchen von leichtem Er⸗ werb, das, wie es in den Berliner Intelligenz⸗ 4 Blättern heißt, wenn Wohnungen geſucht werden, ſeine Geſchäfte außer dem Hauſe hat, und aller⸗ dings(und auch das kaum) in der eigentlichen Woh⸗ nung nur ſchläft, den Tag hindurch vom Kaffee⸗ hauſe in's Weinhaus, vom Weinhauſe in's Speiſe⸗ haus, vom Speiſehauſe in den Conditorladen, von dieſem in's Schauſpiel, vom Theater wieder in das Weinhaus zieht, und dem es auf dieſen Wanderun⸗ gen allerdings nicht fehlen kann, das, was der Tag an Scandalen aller Art geboren, brühwarm mitzu⸗ bringen. Eine treffliche, unerſchöpfliche Fundgrube für einen, der ſolche Materialen ſo zu verarbeiten
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