Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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ſchichte unſerer Zeit nicht unerheblich iſt. Es iſt dieß nämlich das Leben in den Weinhäuſern, wel⸗ ches jetzt dem ganzen tiers état(denn Hofleute, und die den bon ton affectiren, wenn ſie auch nicht zum Hofe gehören, halten an dem Glaubensartikel feſt, daß man Abends nur Thee trinken dürfe, und Bauern oder Kleinbürger wiſſen bloß noch von Bier und Branntwein) mehr oder weniger zum Bedürf⸗ niß geworden zu ſeyn ſcheint. Dieß Leben kaun nun, nach Umſtänden, recht wohlthätig anregen und recht verderblich wirken; das erſtere, wenn das Maaß dabei beobachtet wird, daß es immer nur Erholung bleibt; das letztere, wenn es ſich ſo ge⸗ ſtaltet, daß die Weinſtube das einzig gemüthliche chez soi für denjenigen wird, der ſie beſucht.

Es liegt in dem Charakter des Deutſchen, daß er ſich ſchwerer mittheilt, als andere Nationen. Der Franzoſe plaudert mit dem Franzoſen über nichts, bei Waſſer, wenn es nicht anders ſeyn kann, und wenn nichts dabei gewechſelt worden, als Worte um Worte, ſagt er doch, es iſt köſtlich ge⸗ weſen, denn wir haben geſchwatzt; nicht alſo bei dem Deutſchen. Er bedarf, ſelbſt wenn etwas zu verhandeln iſt, eines Sporns von außen, um ihm, iſt das Herz ſchon offen, auch den Mund zu öffnen, und für deutſche Männer giebt es wahrlich kein beſſeres Mittel, als das trauliche Glas Wein. Das trauliche, das heißt, das gemeinſame, denng pfui