124
eben verwundern kann, bei Hoffmann aber viel be⸗ deutete. Devrient wußte ſolche Ausnahmen aber auch zu ehren, er bemühte ſich immer, wie elend er ſich auch befand, irgend etwas, was ſeinen Gaſt anſprach, zum Beſten zu geben, wie er z. B. in einem ſchweren Entzündungsfieber nach dem, vor ſeinem Bette liegenden Triſtram Shandy faßte, auf das Hogarth'ſche Titelkupfer vor dem 3ten Theile b hinwies, und mit herabhängender Unterlippe den Paſtor, der das Kind hält, bis zum Leben täu⸗ ſchend, ſprechen ließ.
Auf ähnliche Weiſe, wie dieſer treffliche Mann, haben ſich aber auch noch andere wackere Leute, die ſich Hoffmann in Weinhäuſern gern anſchloſſen, da⸗ durch verletzt gefühlt, daß ſie annehmen, die öffent⸗ liche Meinung möchte ſie in die Klaſſe derjenigen werfen, von deren Einfluß auf Hoffmann in ſeinem Leben eben nicht mit Lobe geſprochen worden. Der Herausgeber könnte ſich hierüber leicht beruhigen, da er nirgend einen Namen genannt, und in der Thatſache, daß Hoffmann auch von ſchlechter Ge⸗ ſellſchaft im Weinhauſe umgeben war, nichts ande: res zur Sprache gebracht hat, als was in Berlin allgemein notoriſch war; aber es ſcheint ihm die Gelegenheit nicht unangemeſſen, einige Worte über V einen Gegenſtand zu ſagen, der fuͤr die Sittenge⸗ V


