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(eine Kunſt, in der Devrient excellirt, der, weun er ein Buch geleſen, das ihn angeſprochen, allen darin vorkommenden Perſonen gleich die paſſende Sprache und Bewegung zu geben weiß, ſo daß man ſie vor ſich wandeln ſieht), den höchſten En⸗ thuſtasmus für Shakespeare, mit ſehr verſtändiger Einſicht in deſſen Weſen, und treuen Fleiß, um noch gründlicher einzudringen; dazu die größte Ge⸗ müthlichkeit im Umgange, und die Neigung, beim Glaſe Wein ſich immer tiefer und tiefer zu erſchlie⸗ ßen;— wie konnte es fehlen, daß Devrient ſo ein unendlich anziehendes Prinzip für Hoffmann werden mußte! Auch erinnert ſich der Herausgeber, daß das vertrauliche Du zwiſchen Beiden, eine Aus⸗ zeichnung mit welcher Hoffmann nicht freigebig war, gleich die erſte Zeit ihrer Bekanntſchaft be⸗ zeichnete. Bei den ausgeſuchten kleinen Geſell⸗ ſchaften, die Hoffmann zuweilen(hauptſächlich an ſeinen Geburtstagen am 24. Januar) in ſeinem Hauſe gab, fehlte Devrient nur ſelten, und ver⸗ herrlichte ſie oft durch Vorleſungen aus dem Sha⸗ kespear, über die nichts ging(z. B. der Kärrner⸗ ſcene aus Heinrich IV.). Dieß Verhältniß zu De⸗ vrient war übrigens und blieb nebenher eines der innigſten, die Hoffmann je gehabt;— wenn einer oder der andere krank lag, was leider nur zu häu⸗ fig der Fall, beſuchte ihn der Geſunde, etwas, das von Devrient, der die Gutmüthigkeit ſelbſt iſt, nicht


