wähnten Unkenntniß des genauern Zuſammenhan⸗ 1 ges der Sache und in der Beſorgniß, deßhalb dar⸗ über nur Unzuverläſſiges zu berichten, hatte. Na⸗ mentlich iſt ihm von mehreren Seiten Verwunde⸗ rung darüber bezeigt worden, daß Hoffmann's mehr als freundſchaftlichen Umganges mit unſerm großen Devrient nicht beſonders Erwähnung geſchehen, und wenn der Herausgeber den trefflichen Künſtler und Menſchen, in letzterem in gleichem Maaße ſchätzt und liebt, ſo erfüllt er gern die Pflicht, was er ſelbſt hierin mitgelebt hat, und daher verbürgen kann, an der Spitze dieſer Nachtraͤge zu erzählen. Was Hoffmann, ſeit ſeiner erſten Bekanntſchaft mit Devrient, mit aller Macht zu jenem hinzog, war Devrient's durch und durch künſtleriſche Na⸗ tur. Von früher ihm vorgekommenen bedeutenden Erſcheinungen in der Schauſpieler⸗Welt, erwähnte Hoffmann nur eines wackern Künſtlers, Namens Leo, den er in Bamberg als Hamlet geſehen, worauf er ſeine nähere Bekanntſchaft geſucht, und dem er an irgend einem Orte in ſeinen Schriften ein Denk⸗ mal geſtiftet; ſonſt war, bis auf Devrient, keiner ſeinem Innern nahe getreten. Hier, bei Devrient, fand er nun Berührungspunkte genug: Begeiſte⸗ rung für die Kunſt, als für das Höchſte im Leben, 3 die Fähigkeit, die Geſtalten, die der Dichter her⸗ vorrief, nicht allein wirklich zu ſchauen, ſondern auf dem Fleck, mit Fleiſch und Bein hinzuſtellen
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