Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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421 verfälſcht zu erhalten, daran iſt man aber leider jetzt eben ſo wenig mehr gewöhnt, als man ſie ſtill⸗ ſchweigend verlangt. Das Intereſſe, das Jeder⸗ mann an Criminalgeſchichten in treuer aktenmäßi⸗ ger Darſtellung nimmt, die Begier, mit welcher urſprünglich nicht für den Druck beſtimmte Briefe geleſen werden, das Entzücken, mit welchem man die Schöpfungen des Verfaſſers des Waverley em⸗ pfing und hegt, weil darin Erſonnenes und glücklich Zuſammengeſtelltes, wie Erlebtes geſchildert wird, alle dieſe Erſcheinungen erklären ſich aus dem allgemeinen Behagen an ungeſchminkter Natur. Und, in dieſer Beziehung darf ſich der Herausgeber des obengenannten Buches keinen Vorwurf machen. Sein Werk hat für ihn die Eigenſchaft eines, vor der Welt, wie vor dem höchſten Richter, abgelegten Zeugniſſes, und er würde, wenn es darauf ankäme, bereit ſeyn, jede Thatſache, die er als Augen⸗ oder Ohrenzeuge erzählt, zu beeidigen. Aber eben wegen dieſes Strebens nach der höchſten Genauigkeit, hat er manches unberührt gelaſſen, was er nicht aus ei⸗ gener Erfahrung hinlänglich kannte, und hieraus iſt denn wohl der Vorwurf gegen ihn hergenommen worden, daß er Verhältniſſe zu einzelnen Perſonen, mit welchen Hoffmann in Verbindung geſtanden, mit einem Stillſchweigen übergangen, welches man hier und dort, übelwollend, wie Nichtachtung ge⸗ deutet, während es ſeine Quelle allein in der er⸗ b